Aktuelles

Wer in den nächsten Wochen für einen Termin ins Brettener Rathaus muss, der sollte bei diesem einen kleinen Stopp im Foyer der Stadtverwaltung einplanen. Dort gibt es nämlich bis zu Freitag, 8. Juli, eine ganz besondere Fotoausstellung zu sehen, die am Freitagabend im Rahmen einer Vernissage offiziell eröffnet wurde. Die Ausstellung zeigt unter dem Titel „mitten im Leben –miteinander leben“ eindrucksvolle Schwarz-Weiß-Porträts von Lebenshilfe-Mitarbeitern und Bewohnern des Wohnheims im Hausertal der Lebenshilfe Bruchsal-Bretten.


Die Brettener Fotografin Sabine Meier besuchte das Wohnheim, in dem Menschen mit Behinderung leben, im Jahr 2019 einige Male, um an diesem Projekt zu arbeiten.„Zuerst sollte ich eigentlich für einen Bewohner ein biometrisches Passbild machen. Dabei kam dann die Idee zu einer Ausstellung“, erzählte Meier bei der Eröffnung der Ausstellung im Rathaus.
Bei ihrem ersten Besuch im Wohnheim sei sie „mitten ins Leben“ gekommen. „Beim Fotografieren habe ich gemerkt, wie viel die Bewohner zum Ausdruck bringen konnten. Das war beeindruckend und hat mich dazu bewegt, diese Sache weiter zu verfolgen“, sprach Meier zu den etwa 80 Besucherinnen und Besuchern der Vernissage.
Unter diesen befanden sich auch einige derer, deren Porträts in der Ausstellung zu sehen sind. Zu jeder Person wurden zwei Bilder ausgestellt. „Auf einem Bild sind die Menschen in ihren Wohnungen zu sehen. Das andere Bild zeigt die Personen bei ihrer Arbeit in der Werkstatt. Es werden also die beiden Lebensbereiche der Menschen mit Behinderung gezeigt“, so Lebenshilfe Vorstandmitglied Bernd Gärtner, der der Fotografin Meier, dem Team der Brettener Lebenshilfe und der Stadt Bretten seinen Dank aussprach.
Zu jedem Bild konnten die abgebildeten Personen einen persönlichen Kommentar abgegeben, der zusammen mit der Fotografie präsentiert wird. So ergibt sich ein tieferes Verständnis für die abgebildete Situation. „Das ist mein AC/DC-T-Shirt. Das ist das Beste“, kommentierte beispielsweise ein Mann. Eine Wohnheimbewohnerin meinte zu ihrem Bild: „Hier ist jeder Tag anders, jeder Tag ist schön.“ Auf dem Foto lacht die Frau ausgelassen. Einer Besucherin der Ausstellung kam beim Blick auf das Bild ebenfalls ein Lächeln über die Lippen.
„Es ein zentrales Anliegen der Lebenshilfe, dass wir an der Gesellschaft teilhaben. Mit dieser besonderen Ausstellung zeigt sich, dass wir Teil von Bretten sind“, sagte Gärtner.
Als offizieller Vertreter der Melanchthonstadt war Bürgermeister Michael Nöltner (CDU) gekommen. Nöltner erklärte, dass die ausgestellten Fotografien „das reale Leben“ abbilden würden. „Diese Werke, die Fotografin und die Darstellerinnen und Darsteller haben es verdient, dass diese Ausstellung ein Erfolg wird“, sagte Nöltner.

Florian Ertl / BNN

FABRIK Musicclub Bruchsal

Am 24. Juni 2022 um 18 Uhr startet bei uns eine Disco für Jung und Alt, für Menschen mit und ohne Handicap.
Musikalisch wird DJ Sash Solute uns den Abend mit vielen verschiedenen Musikrichtungen bedienen, sodass garantiert für Jeden etwas dabei ist.

An unserer Grillstation gibt es leckeres vom Grill.

Ihr seid alle herzlich eingeladen und der Eintritt ist frei!

nachhaltig – regional – sozial

Alle guten Dinge sind 3! Daher bietet die Schlemmerwerkstatt, vorerst zum letzten Mal in diesem Jahr, wieder ein Frühstück mit besonderen Leckereien an.

Das Team der Schlemmerwerkstatt hat sich tolle Rezepturen einfallen lassen, um Sie am Sonntag,  den 26.06.22, zu verwöhnen.

Alle Frühstückszutaten werden von regionalen Händlern bezogen und die Lebensmittel in liebevoller Zusammenarbeit zu feinen Köstlichkeiten verarbeitet – lassen Sie sich verzaubern!

Für den Preis von 29,50 € für eine Person und 49,90 € für Zwei wird das Frühstück nach Wunsch in Bruchsal, den zugehörigen Stadtteilen und Forst nach Hause geliefert. Oder Sie besuchen die Einrichtung der Lebenshilfe und holen es zum Wunschtermin ab. Das Frühstück gibt es auch in der vegetarischen Variante. Für 10,95 € bekommen auch Kinder Ihre Schlemmerportion.

Bestellungen bitte, bis spätestens Dienstag den 21.06.2022, per Mail an schlemmerwerkstatt@lebenshilfe-bruchsal.de.

Am Sonntag, der 22.05 fand der 25. Hoffnungslauf in Bruchsal statt. Wir trafen uns im Hof der Offenen Hilfen. Jeder Teilnehmende wurde mit einem gelben T-Shirt und einer Startnummer ausgestattet. Mit rund 60 Teilnehmenden waren wir die drittgrößte Gruppe, die am Lauf teilnahm. Als wir beim Startpunkt an der Stirumschule eintrafen, wurden wir direkt vom Moderator über die Lautsprecher begrüßt, denn mit unseren gelben T-Shirts waren wir nur schwer zu übersehen.

Um 15.15 Uhr ging es los. Das Wetter war optimal zum Laufen und alle waren höchst motiviert. Runde für Runde wurde gelaufen und dabei feuerten wir uns gegenseitig, teilweise auch über das Mikrofon des Moderators, an. Auf der Strecke gab es mehrere Stände, an denen man etwas zu Trinken bekam. Auch an der Eisdiele machten so manche Halt, um sich etwas abzukühlen.

Nach dem Lauf trafen wir uns wieder im Hof der Offenen Hilfen auf ein kaltes Getränk und einen leckeren Energieriegel. Alle waren ziemlich müde aber auch stolz auf die erbrachte Leistung.

Ein Rund um gelungener Nachmittag. Wir freuen uns schon auf den nächsten Hoffnungslauf!
Ein großes Dankeschön, an alle die teilgenommen haben.


Mit der Spende der Volksbank Bruchsal-Bretten und der DZ BANK AG in Höhe von 5.991,65 Euro wird unser Projekt „Sinnesgarten für das Wohnpflegeheim“ am Standort in Bruchsal weiter umgesetzt. Dimitrios Meletoudis, Vorstand der Volksbank Bruchsal-Bretten, und Thomas Kaffenberger, DZ BANK AG, besuchten uns, um ihre Spende zu übergeben und sich gemeinsam zum Projekt der Lebenshilfe auszutauschen.

„Wir l(i)eben Nachhaltigkeit und übernehmen Verantwortung!“
Unter diesem Motto beschäftigt sich die Volksbank Bruchsal-Bretten derzeit intensiv mit Nachhaltigkeit. Dazu gehört für die Genossenschaftsbank aber zunächst einmal die Begriffsklärung. Nachhaltigkeit ist derzeit in aller Munde und wird häufig mit Umwelt- und Klimaschutz gleichgestellt. Für die Volksbank Bruchsal-Bretten geht ein nachhaltiges Verhalten aber weit darüber hinaus und berücksichtigt alle Dimensionen der Nachhaltigkeit gleichermaßen.

Nachhaltig und karitativ investieren
Dies wurde auch in ihrem Angebot für ihre Mitglieder und Kunden in diesem Frühjahr deutlich. Erstmals eröffnete die Genossenschaftsbank ihren Anlegern die Möglichkeit, einen karitativen Beitrag in der Region zu leisten. Wie? Ganz einfach! Mit dem Volksbank Bruchsal-Bretten Global Regional Nachhaltig Zertifikat profitierten diese von einem attraktiven und nachhaltigen Anlageprodukt und gleichzeitig unterstützte die Genossenschaft, gemeinsam mit der DZ BANK AG, hierfür ein gemeinnütziges Vorhaben in der Region.

Sinnesgarten für das Wohnpflegeheim
Als karitative Einrichtung wurde für dieses Vorhaben im Frühjahr 2022 die Lebenshilfe für Menschen mit Behinderungen im Bezirk Bruchsal-Bretten e.V. gewählt. Die gemeinnützige Vereinigung engagiert sich nach dem Motto „Mit oder ohne Behinderung – mitten im Leben – miteinander leben“ in der gesamten Region Bruchsal-Bretten für Menschen mit geistiger oder seelischer Behinderung und ist mit ihren Standorten in Bruchsal, Bretten, Gölshausen, Forst und Graben-Neudorf für die Menschen sowie ihre Familien und Angehörigen da.

Am Sonntag muss es gemeinsam heißen: Der Region Bruchsal ist es nicht gleichgültig was dieser Tage passiert und welche Entscheidungen getroffen werden. 90 Minuten Flagge zeigen für den Frieden und für Europa!

+++Ablauf+++
Treffpunkt und Aufstellung ist ab 13.30 Uhr auf dem Parkplatz zwischen Bahnhof und dem Saalbachcenter (gegenüber der AWO).
Um 14 Uhr startet der Friedens-Aufzug Richtung Kübelmarkt.

Die Route:
Bahnhofsvorplatz --> Europaplatz --> Bahnhofstraße --> Schlossstraße --> Wörthstraße --> Friedrichsplatz --> Friedrichstraße (Richtung Modehaus Jost) --> Kaiserstraße --> über den Marktplatz Richtung Kübelmarkt.

Nach Hinweisen aus der Bevölkerung und Anrufen bei der Lebenshilfe Bruchsal-Bretten verkauft ein älterer grauhaariger Herr Spültücher, „hergestellt in einer Behindertenwerkstatt in Bruchsal“ an der Haustür und sammelt Spenden für diese Einrichtung. Die Lebenshilfe Bruchsal-Bretten, die nach dieser Beschreibung für Verkauf und Spendensammlung in Frage käme, habe dies weder in Auftrag gegeben noch davon gewusst, sagt Bernd Gärtner, Geschäftsführer der Einrichtung. Er warnt davor, gutgläubig Spenden auszuhändigen in dem Glauben sie kämen der Lebenshilfe zugute.

Immer mittwochs für eine Stunde heißt es für eine besondere Sportgruppe, anstrengen und schwitzen. Im Bruchsaler „VeniceBeach Premium Fitness“ trainiert seit kurzem eine zehn Personen große Gruppe der Bruchsaler Lebenshilfe. Die angehende Gesundheitsmanagerin Svenja Lenzen leitet sie an. Das Fitnessstudio hat eigens für diese Gruppe ein kostenfreies Sportangebot konzipiert.
Der Impuls für das Projekt kam von Luca Meinzer. Meinzer ist der Gebietsleiter für Bruchsal und Karlsruhe und Clubleiter des VeniceBeach Premium Studios vor Ort. Für die Umsetzung gewann er Helga Jannakos. Seit mehr als 35 Jahren leitet sie Kurse im Studio.
„Wir wollten mit diesem Kurs die Inklusion unterstützen und ein Angebot für Menschen mit Beeinträchtigung schaffen“, sagt Luca Meinzer. Helga Jannakos, die sich in diesem Projekt als „Netzwerkerin“ bezeichnet, stellte den Kontakt zur Bruchsaler Lebenshilfe her. Von dort kennen sich die Teilnehmer der Gruppe, die sich selbst als die „Jungen Wilden“ bezeichnen, auch privat.
Wie ist der Kurs aufgebaut? Svenja Lenzen achtet darauf, dass sie ein ausgeglichenes Training anbietet. In diesem Fall ein sogenanntes „Zirkeltraining“. Dabei würden mehrere Muskelpartien und Bereiche des Körpers beansprucht, erklärt sie. „Natürlich ist das immer individuell auf die Bedürfnisse der Teilnehmer angepasst.“ Im Fokus der Übungen steht ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen sportlicher Betätigung und Prävention. Der Kurs in Bruchsal läuft zehn Wochen lang, sagt der Clubleiter.
Das Training beginnt mit einem Warm Up, das aus freien Übungen besteht. Anschließend startet der Gerätezirkel. Dass jeder Teilnehmer seine Vorlieben hat, ist schnell zu erkennen. Einige Teilnehmer trainieren lieber die Arme, andere die Beine. Am Ende der Stunde haben dann aber alle ein Ganzkörpertraining absolviert, erläutert die Trainerin.
Einigen fallen die Übungen schwerer, aber offensichtlich machen alle gern mit und schätzen die Herausforderung. So ist das Zirkeltraining für Celina Becker eine Herausforderung. „An manchen Tagen ist es etwas anstrengend“, sagt sie. Sie brauche dann ein wenig Motivation, aber meistens würden ihr die Übungen an zehn verschiedenen Geräten Spaß machen.
Martin Bachert ist mit Elan dabei: „Ich freue mich immer aufs Training. Das ist eine gute Möglichkeit, Sport zu machen. Und da es nichts kostet, ist die Teilnahme für alle Mitglieder der Gruppe gut machbar.“ Bachert erklärt weiter, dass er schon früher überlegt hatte, sich sportlich zu betätigen. In seiner Freizeit engagiere er sich bei der Freiwilligen Feuerwehr und spiele ab und zu Fußball. Allerdings wäre er schon früher gern in ein Sportstudio gegangen. Nun freue er sich, im Fitnessstudio unter Anleitung einer Expertin mitmachen zu können. Und er hoffe, dass es auch in Zukunft weitergeht.
Helga Jannakos sagt im Gespräch, dass es für viele Gruppenmitglieder in einem Standard-Fitnesskurs schwierig wäre. Für das Projekt ziehe sie eine positive Bilanz. „In diesem Kurs kann man optimal auf die einzelnen Stärken und Schwächen eingehen“, sagt Studentin Svenja Lenzen.
Adrian Moosmann, der eine Rolle als Koordinator in der Gruppe einnimmt und ebenfalls mittrainiert, zieht ein Fazit für die Gesamtgruppe: „Das Training ist eine gute Gelegenheit, um gemeinsam aktiv zu werden.“
Individuelles Programm: Svenja Lenzen (rechts) geht auf die Bedürfnisse jedes Teilnehmers ein. Gebietsleiter Luca Meinzer (Zweiter von links) schaut zu.

Foto: Arved Oestringer / Quelle: bnn.de