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Das Herz in mir - Morgan Finlay begeistert bei seinem Besuch der Lebenshilfe Bruchsal-Bretten

   

Der Speisesaal der Lebenshilfe-Hauptwerkstatt in Bruchsal war voll besetzt als der schlanke, dunkelgekleidete Mann mit einem schwungvollen „Hallo – ich bin Morgan“ auf die Bühne trat. Der kanadische Sänger-Songwriter Morgan Finlay befindet sich derzeit auf einer Tour durch sechs Lebenshilfe-Werkstätten und machte auch Station in Bruchsal. Er startete sein Konzert mit dem Song „Everything about me“. Und dabei erhielt er musikalische Unterstützung: Mehmet, ein Werkstatt-Mitarbeiter, positionierte sich mit einer selbstgebastelten Gitarre kurzerhand neben der Bühne und spielte begeistert mit, was im Saal für Erheiterung sorgte. Erst recht, als Finlay ihn ins Programm einbezog und er ein eigenes Solo erhielt, was dieser mit einer abgebrühten Coolness ablieferte und mit einem einen Sonderapplaus belohnt wurde. Zwischen den Songs plauderte der sympathische Kanadier, mit Wohnsitz in Hamburg, gutgelaunt immer wieder aus seinem Leben; so mache er seit 40 Jahren Musik und ist seit 15 Jahren in Deutschland als Profimusiker unterwegs. Seine Musik im Singer-Songwriter-Stil, weist Einflüsse von Indie, Alternative, Rock, Grunge und Folk auf.

Die Botschaften seiner Songs sind einfach und aus dem Leben gegriffen. Und man nimmt sie ihm, dem weit Gereisten, auch ab: So kann er auf unzählige Reisen - allein acht Europatourneen - sowie etliche Jahre Berufserfahrung in der Behindertenhilfe in Vancouver und Toronto zurückblicken. Seine Songs handeln zum Beispiel von der Wertschätzung für „die Dinge, die wir haben - für Freunde, Familien und Frieden“. („My Good & noble old friend“). Aber auch Themen wie Mut oder Liebe verarbeitet er in seinen Liedern, wie zum Beispiel in „Celtic Tiger“, das er ohne seine Gitarre feierlich präsentierte und bei dem es ganz still im Saal wurde. Immer wieder bezog er sein Publikum ein. Dabei war es nicht wirklich hinderlich, dass die Texte in englischer Sprache verfasst sind. Die lockere, unkomplizierte Art von Morgan Finlay überspringt die Sprachbarriere und kommt bei den Zuhörern – mit und ohne Handicap – gut an. Viele Besucher kamen nach vorne zur Bühne, tanzten begeistert mit oder wiegten die Arme im Takt der Musik. Der Song „Das Herz in mir“, den der sympathische Kanadier eigens für seine Lebenshilfe-Tour verfasst hatte, boten die Mitglieder des Bruchsaler Werkstattchors, unter Leitung von Andreas Anderwald, zusammen mit dem 45-Jährigen, dar.

Am Ende gab der Sänger gut gelaunt und über eine Stunde lang Autogramme und schenkte allen Besuchern seine CD mit dem Herz-Song. Auch die Lebenshilfe-Zweigwerkstätten in Bretten und Graben-Neudorf besuchte der Kanadier und begeisterte dort mit einer kleinen Kostprobe seines Könnens anhand eines Ständchens und erfreute dort ebenfalls die Mitarbeiter, für die es kein normaler Arbeitstag war.

 

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Auf dem Weg in ein anderes Leben

Es war keine leichte Kost, die bei der Vernissage der Ausstellung “Unsichtbar“ in der Bruchsaler Stadtbücherei geboten wurde. Dort waren großformatige Schwarz-Weiß-Porträts von Jugendlichen und jungen Erwachsenen ausgestellt, die sich häufig „unsichtbar“ - von der Gesellschaft unbeachtet fühlen. Markus Liebendörfer, Hauptgeschäftsführer der Lebenshilfe-Bruchsal-Bretten e. V. verwies in seiner Begrüßung auf die Hintergründe der Ausstellung: Alle Porträtierten sind Teilnehmer des Pionier-Projekts „JUSTiQ – Jugend stärken im Quartier“, das seit 2016 besteht und aktuell bis 2022 verlängert wurde. Kernziel des Projekts, so Liebendörfer, sei die Stabilisierung und Stärkung individuell oder sozial benachteiligter Jugendlicher, junger Erwachsener im Alter von 12-26 Jahren, mit und ohne Behinderung. Zudem sollen Anschlussmöglichkeiten in Kooperation mit unterschiedlichsten Institutionen erarbeitet werden. Aus dem Projekt heraus habe sich die Idee der Ausstellung entwickelt, die in Zusammenarbeit mit der Bruchsaler Musik- und Kunstschule entstanden ist.

Faktor Zeit ist entscheidend

Alle Teilnehmer haben schwierige existentielle Erfahrungen gemacht und schlimme Schicksalsschläge verkraften müssen. Darüber sprach Brigitte Zapf, Mitarbeiterin des Sozialen Netzwerks der Lebenshilfe mit den drei Teilnehmern Nina, Tamino und Kevin sowie den beiden Sozialarbeiterinnen der Lebenshilfe Bruchsal-Bretten e. V., Elisa Single und Sarah Daum. Dabei konnten die Besucher spüren, dass die Anspannung, öffentlich über so schwierige persönliche Themen zu sprechen, bei den drei Befragten sehr hoch war. Kein Wunder, ging es doch um Dinge wie Missbrauch, Gewalt, Depressionen, Drogen, Ängste, Suizidgedanken, Jobverlust, Psychiatrieaufenthalte, Tod eines Elternteils. Oder darum, dass sich die eigene Mutter nicht für ihr Kind interessiert. Mutig und offen sprachen die Teilnehmer von diesen Erfahrungen und davon, wie sehr ihnen die ausführlichen Gespräche und Hilfestellungen der beiden Fallmanagerinnen – auch bei organisatorischen oder lebenspraktischen Dingen – geholfen haben. Die Mitarbeiterinnen hätten sich Zeit genommen, über die viele der anderen Stellen nicht verfügen. Auf den Faktor Zeit und individuelle Betreuung kam die Gesprächsrunde immer wieder: So könne man andernorts zwar häufig schnelle Hilfe und vielleicht auch kleine Erfolge schaffen, die dann aber nicht nachhaltig seien und eine hohe Rückfallquote zur Folge hätten, betont Sarah Daum.

"Ich war total kaputt"

Tamino hatte mit Drogensucht und Depressionen zu kämpfen und wuchs in einer Pflegefamilie auf. „Was wäre passiert, wenn du nicht zu JUSTiQ gekommen wärst“, wollte Brigitte Zapf wissen. „Ich wäre im Gefängnis oder tot“, lautete die prompte Antwort des jungen Mannes. Im Projekt JUSTiQ sei ihm nichts „übergestülpt worden“ – es habe einfach gepasst, erzählt der 21-Jährige. Auch Kevin war durch große familiäre und berufliche Probleme „total kaputt: psychisch, moralisch, physisch“. Heute hat der 28-jährige einen Arbeitsplatz und fühlt sich dort sehr wohl. “Man sieht unsere Krankheiten nicht. Wenn jemand psychisch krank ist, sagt man die ist faul“, betonte Nina und erntete dafür viel Beifall. Wegen ihrer vielen Fehlzeiten und Ängste war sie als „hoffnungsloser Fall“ abgestempelt worden. Nun hat sie ihren Realschulabschluss gemacht und will Krankenschwester werden.

Außergewöhnliche Persönlichkeiten werden sichtbar

Die Bereitschaft, das nötige Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein, an einem solchen Fotoprojekt teilzunehmen, mussten ganz langsam wachsen, erzählt Elisa Single. Jedes der ausgestellten Exponate setze mindestens ein Jahr Beziehungsarbeit voraus. Entstanden sind Porträts von besonderer Ausstrahlungskraft. Sie machen die außergewöhnlichen Persönlichkeiten junger Menschen sichtbar, die sich auf den Weg in ein anderes Leben gemacht haben – mit Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen.

Am Ende der Gesprächsrunde, bei der auch im Publikum Tränen flossen, bedankte sich Moderatorin Brigitte Zapf bei allen Kooperationspartnern des JUSTiQ-Projekts sowie bei der MuKs und der Stadtbibliothek. Musikalisch stimmungsvoll umrahmt wurde die Vernissage von Licia (Felicia Eisenhut) mit einfühlsamen, selbst verfassten Songs. „Supertolles Projekt“ oder: „für ihr Alter reife und mutige Persönlichkeiten, die hier so offen gesprochen haben“, war aus einem beeindruckten Publikum zu hören.

Die Ausstellung kann noch bis zum 28. August in der Stadtbibliothek besucht werden.

 

Über das Projekt JUSTiQ

Das bundesweite Modell-Projekt JUSTiQ wird durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat und den Europäischen Sozialfonds gefördert. Es werden Anschlussperspektiven erarbeitet, möglichst in Form von Schul-, Ausbildungs- oder Arbeitsplätzen. Träger des Projekts ist das Landratsamt Karlsruhe als Träger der öffentlichen Jugendhilfe. Die Stadt Bruchsal übernimmt die Koordinierung und Steuerung. Die Lebenshilfe Bruchsal-Bretten e. V. hat gemeinsam mit der Stadt Bruchsal entsprechendes Fachpersonal gestellt, das die Stärkung der jungen Menschen übernimmt. Insgesamt nahmen bisher bei der Lebenshilfe Bruchsal-Bretten e.V. knapp 40 Personen am Projekt teil. Bisher konnten die Mitarbeiterinnen der Lebenshilfe ca. 2/3 der aufgenommenen Menschen in Arbeit, Ausbildung, Schule oder vorbereitende Maßnahmen vermitteln. Die übrigen Teilnehmenden befinden sich im Prozess des Beziehungs- und Vertrauensaufbaus.

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Lebenshilfe-Läufer trotzen widrigem Wetter beim Bruchsaler Hoffnungslauf

Das Gesundheitsteam der Lebenshilfe rief unter dem Motto “Mitarbeiter*innen in Bewegung bringen“ dazu auf, sich gemeinsam am Bruchsaler Hoffnungslauf zu beteiligen.

Dem Aufruf gefolgt waren 61 Läufer mit und ohne Behinderung, die bei Sonnenschein an der Stirumschule starteten. Vorher wurde das Lebenshilfe-Team mit eigenen T-Shirts ausgestattet und dann ging es auch schon auf den 3,7 km langen Parcours durch die Bruchsaler Innenstadt und den Schlosspark. Insgesamt 3521 Starter waren auf der Strecke unterwegs, egal ob im gemütlichen Spaziergang, walkend oder joggend, mit Rollstuhl, Rollator, Buggy mit Kind, oder Hund, oder beides. Jeder konnte, je nach Konditionsstand und Motivation, mitmachen. Pro Runde ging eine Spende – durch Rundenpaten – an die Caritas, welche mit dem Erlös soziale Projekte in der Region unterstützt, wie zum Beispiel Hilfen für wohnungslose Menschen. Leider setzten im Verlauf des Nachmittags starke Regenfälle ein. Nach 3,5 Stunden war der Lauf zu Ende. Trotz des widrigen Wetters hatten alle viel Spaß und sind gemeinsam in Bewegung gekommen: Ziel erreicht.

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Freude über Blanco-Spende

Über eine Spende von 800 € kann sich Lebenshilfe Bruchsal-Bretten e. V. freuen. Denn: Ufuk Dömmez, Levin Fäßer, Sebastian Matthes und Lukas Oppermann, Auszubildende der Firma Blanco aus Oberderdingen absolvierten ihr Betriebspraktikum in der Bruchsaler Hauptwerkstatt, für das die vier jungen Männer von der Blanco und Fischer Familienholding jeweils 200 € mitbekommen hatten. Damit konnten sie entweder selbst etwas kaufen und der Lebenshilfe spenden oder sie ließen es direkt dem gemeinnützigen Verein für Menschen mit Behinderung zukommen.

Alle Vier entschieden sich, die 800 € als Gesamtbetrag zu spenden. Uwe Kemm, Lebenshilfe-Abteilungsleiter und Meral Ata, Mitglied des Werkstattrats, bedankten sich herzlich bei den Praktikanten. Diese waren 1 Woche in der Textilabteilung, der Schreinerei sowie im Metallbereich eingesetzt. Auf die Idee, ein Praktikum bei der Lebenshilfe zu machen, kamen die Azubis entweder durch persönliche Kontakte zu Menschen mit Behinderung oder einer Infoveranstaltung bei Blanco, in der soziale Einrichtungen vorgestellt wurden. Die Arbeit machte Spaß und es war eine gute Erfahrung, lautete die einhellige Meinung der Azubis.

Die Spende wird für ein Familienfest der Schreinerei und ein Grillfest in der Metallabteilung eingesetzt. Zudem wurde ein Minibackofen für die Garten- und Landschaftsgruppe sowie jeweils ein Radio für die Metall- und Textilabteilung erworben.

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Neue Trikots für Lebenshilfe-Fußballer

Große Freude herrschte bei der Lebenshilfe Bruchsal-Bretten e. V.: Mitglieder des Karlsdorfer Missionskreises hatten bei ihrem Besuch  in der Verwaltung der Lebenshilfe in Bruchsal einen Spendenscheck über 1600 Euro im Gepäck. Diesen überreichten sie an den Ersten Vorsitzenden des gemeinnützigen Vereins für Menschen mit Behinderungen, Alex Huber. Er bedankte sich ganz herzlich für das Engagement. Der Betrag kam aus dem Erlös des regelmäßigen Frühstücks zusammen, das der Missionskreis viermal jährlich veranstaltet und bei dem jeder Teilnehmer eine freiwillige Spende gibt, berichtete der Vorsitzende Rudolf Schlindwein. Der Erlös ermöglicht die Anschaffung neuer Trikots für die Lebenshilfe-Fußballmannschaft.

 

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Lebenshilfe-Faschingsparty begeistert das Publikum

Menschen mit und ohne Handicap feiern ausgelassen

Sechs kleine Hexen sprangen in bunten Kostümen samt Zauberstäben auf die Bühne der Forster Waldseehalle und das Publikum war sofort verzaubert. Mit dem Motto „Luzi Lindwurm - Kleine Hexe“ ernteten die „Glühwürmchen“ des DDC Rußheim begeisterten Applaus.

Es war ein kurzweiliges und abwechslungsreiches Programm – unter der Mitwirkung regionaler Vereinen – welches beim Lebenshilfe-Fasching geboten wurde. Menschen mit und ohne Handicap feierten in der vollbesetzten Forster Waldseehalle zu fetzigen, kraftvollen Rhythmen der Guggenmusiker, wie den Bruchsaler „D’Schlabbedengla“ und den lustigen Gestalten der „Weihwasserengeln“ aus Heidelsheim. Hier musizierten auch neun Mitarbeiter mit Handicap der Lebenshilfe mit viel Spaß und Leidenschaft auf der Bühne mit. Mit dem Einmarsch der Karnevals-Hoheiten zog auch ein Hauch royaler Flair in die Waldseehalle ein: Prinz Philipp LXXI der KaGe Narhalla Philippsburg mit seinem Pagen, der Kinderprinz Paul I sowie der Präsident Harald Weis und seine Elferräten. Die KiKaGe Kirrlach mit dem Prinzenpaar Gabi II und André I sowie ihrem Präsidenten Peter Christ ergänzten den närrischen Hofstaat. Dann begrüßte das Dreigestirn der Lebenshilfe, die Geschäftsführer Markus Liebendörfer, Robin Kaupisch und Bernd Gärtner, das Publikum, darunter auch „Hausherr“ Bernd Killinger, Bürgermeister von Forst, und wünschten allen viel Spaß.

Als Clowns in regenbogenfarbigen Kostümen wirbelte die Mädchen der Wichtelgarde der KiKaGe Kirrlach über die Bühne und erhielten viel Beifall. Auch aus den eigene Reihen der Lebenshilfe gestalteten Akteure das Programm mit: So präsentierten die „Dancing Queens“, Tanzgruppe der Offene Hilfen zu „Ein Stern der deinen Namen trägt“ eine schwungvolle Performance. Corina Heilig, Mitarbeiterin des CAP-Markts in Graben-Neudorf, sorgte als Funkenmariechen mit ihrem Gardetanz für tolle Stimmung im Saal.

 

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