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Dieses Jahr war einiges anders: Für den Begrüßungstag der neuen Azubis  bei der Lebenshilfe Bruchsal-Bretten e. V. hatte sich Ausbildungsleiter Oliver Portugall etwas Besonderes einfallen lassen: So wurde die Veranstaltung in den Garten des Wohnpflegeheims in Bruchsal  verlegt. Im dortigen Gartenhäuschen war ein kleines Frühstücksbuffet aufgebaut, und zur Erweiterung des Vordaches diente ein Pavillon – um wetterunabhängig zu sein. In seiner Begrüßung der frischgebackenen Azubis betonte Markus Liebendörfer, dass die Zahlen der Auszubildenden in sozialen Berufen rückläufig seien. Er hoffe, dass möglichst viele der „Neuen“ bei der Lebenshilfe bleiben.

 

Endlich - erstmals nach dem allgemeinen Lockdown im März tut sich wieder etwas in den Offenen Hilfen der Lebenshilfe Bruchsal-Bretten e. V. In der Bruchsaler Moltkestraße bieten diese Familien entlastenden Dienste (FED), d. h. Freizeit-, Bildungs- und Betreuungsangebote für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Beeinträchtigungen. Noch nie in deren Geschichte gab es Kurzarbeit - in diesem Jahr war dies nun der Fall - für zwei Monate. Nun sind die Freizeit-Angebote für alle Altersgruppen wieder angelaufen - so wie es eben in Coronazeiten möglich ist: „mit einem verschärften Hygienekonzept, viel Desinfektionsmittel, viel Geduld und Disziplin bei allen Beteiligten – wie Hauptamtliche, Ehrenamtliche und Klienten“ - betont Brigitte Zapf, Mitarbeiterin der Offenen Hilfen.

Über einen Spendenscheck in Höhe von 750 Euro kann sich die Lebenshilfe Bruchsal-Bretten e. V. freuen. Dieser wurde am 26. August, bei einer internen Pre-Opening-Veranstaltung des Discounters Lidl, in der Brettener Melanchthonstraße, an den Lebenshilfe-Hauptgeschäftsführer Markus Liebendörfer überreicht. Er gab den geladenen Gästen einen kompakten Überblick über die Lebenshilfe – insbesondere am Standort Bretten, mit den zwei  Werkstätten in der Innenstadt und im Gewerbegebiet Bretten-Gölshausen sowie einem Wohnheim und einer Außenwohngruppe in der Innenstadt.

Markus Liebendörfer bedankte sich ausdrücklich bei Oberbürgermeister Martin Wolff, der die Lebenshilfe als soziale Institution in der Region für den Erhalt der Spende vorgeschlagen hatte.

Manchmal entscheiden Sekunden über Leben und Tod. Um eine möglichst schnelle Lebensrettung -  etwa bei einem Herzstillstand - durchführen zu können, sind Defibrillatoren vor Ort wichtig. Diese neuen „Lebensretter“ sollen nun für die  Bewohner der Lebenshilfe-Außenwohngruppen an allen Standorten, in Ubstadt-Weiher, Forst, Bretten und Graben-Neudorf angeschafft werden. Dank einer Spende von 1000€ kommt man diesem Ziel nun näher. Die Summe wurde bei einem Spendenaufruf über Facebook von Florian Pfeifer, Inhaber des Café del Rey in Bruchsal erzielt. Dessen Kooperationspartner lyksjø – skandinavische Concept Store, FarbFaible, One.Step.Closer Media und Thank God it’s Monday unterstützen den Aufruf. Florian Pfeifer, Renate Simmerling, Assistentin der Geschäftsleitung, sowie Mitarbeiterin Blerta Saite waren in die Lebenshilfe-Verwaltung ins Bruchsaler Fuchsloch gekommen, um den Spendenbetrag zu übergeben.

Markus Liebendörfer, Hauptgeschäftsführer der Lebenshilfe Bruchsal-Bretten e. V., bedankte sich ganz herzlich für die erfolgreiche Idee bei Florian Pfeifer und das Engagement aller Spender. „Mir ist es wichtig, dass Menschen mit Handicap ins Leben integriert werden“, erläutert Pfeifer seine Motivation, für die Lebenshilfe zu spenden. Sein Engagement in dieser Sache geht auch über die Spende hinaus: Blerta Saiti arbeitete noch vor einem Jahr in der Textilabteilung der Lebenshilfe-Betriebsstätte in Bruchsal und ist nun als Mitarbeiterin im Café del Rey tätig, wo es ihr nach eigenen Angaben gut gefällt.

Wie gerne lebe ich? Was brauche ich, wenn ich im Sterben liege? Darf Medizin mein Leben in einer Krise verlängern? Was würde ich mir noch wünschen? Sollen lebenserhaltende Geräte abgestellt werden? Wo will ich sterben? Zuhause oder doch besser im Krankenhaus?

Die wenigsten Menschen wollen sich mit solchen Fragen beschäftigen, schon gar nicht, wenn sie (noch) gesund, nicht gebrechlich oder alt sind. Und wie gehen erst Menschen mit geistiger Behinderung mit diesen Fragestellungen um? Gerade wenn sie sich nur schwer oder gar nicht sprachlich äußern können, oder die Vorstellungen von Zukunftsplanung aufgrund des Handicaps gar nicht oder nur bedingt möglich ist. Und doch müssen sich Betreuer, Angehörige und alle an der Versorgung Beteiligten damit auseinandersetzen – spätestens, wenn sich das Sterben ankündigt oder - im Akutfall - ganz schnell Entscheidungen getroffen werden müssen.

Daher hat die Lebenshilfe Bruchsal-Bretten e. V. eine für die Region innovative Kooperation mit dem Palliative Care Team Arista für Landkreis und Stadt Karlsruhe, geschlossen. Damit übernimmt diese Kooperation eine Vorreiterrolle.

Das Palliative Care Team Arista übernimmt als Kooperationspartner für alle Lebenshilfe-Wohnstätten in Bruchsal, Bretten und Graben-Neudorf alle Leistungen zur gesundheitlichen Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase. Konkret beinhalten die Vorsorge-Pläne mindestens zwei Beratungsgespräche vor Ort pro Gesprächsprozess durch einen zertifizierten Gesprächsbegleiter. Eine aussagekräftige Dokumentation zum Bewohnerwillen und den individuellen Wünschen, die Organisation und Teilnahme an Fallbesprechungen, Qualitätszirkeln Informationsgespräch mit dem Hausarzt sind die wichtigen Säulen bei der Vorsorgeplanung. (Stand Foto: vor März 2020)

 

Eine Einführung in die Welt des königlichen Gemüses erhielt eine Gruppe des Lebenshilfe-Wohnheimes in Graben-Neudorf beim Besuch des dortigen Spargelhofs Raupp. Hauswirtschafterin Melanie Vogel, Heilerziehungspflegerin Alena Hosp sowie die Bewohner Werner Mösch und Patrick Rödler wurden von der Familie Raupp herzlich empfangen.
35 kg Spargel wurden an der Spargelschälmaschine von den Bewohnern des Wohnheimes unter Mithilfe von Heidi Raupp und ihrer Enkelin Luisa Reiser geschält und in Holzkisten verpackt. Mit dem Spargelanbau sei man schon in der 4. Generation und die 5. komme bereits nach, erzählte Heidi Raupp.

Während des Schälens wurden die Besucher zudem mit interessanten Details über die Asparagus-Pflanz und deren Anbau informiert. Der Vertrieb des gesunden Gemüses findet dann im Graben-Neudorfer Hofladen Kammerer statt, mit dem eine Kooperation besteht. Der Spargelhof sieht sich als letzte Bastion wider den modernen Spargelanbau und verzichtet somit auf den Anbau unter Folie. Die Freude war groß, als am Ende die 35 kg Spargel als Spende in Empfang genommen werden konnten. Das Lebenshilfe-Küchenteam im Graben-Neudorfer Wohnheim wird für die Bewohner nun mehrere leckere Speisen aus dem weißen Gold zaubern. Die Bewohner bedankten sich ganz herzlich bei Familie Raupp für die großzügige Spende und die sehr interessanten Eindrücke auf dem Spargelhof.

 

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