Aktuelles

Wie gerne lebe ich? Was brauche ich, wenn ich im Sterben liege? Darf Medizin mein Leben in einer Krise verlängern? Was würde ich mir noch wünschen? Sollen lebenserhaltende Geräte abgestellt werden? Wo will ich sterben? Zuhause oder doch besser im Krankenhaus?

Die wenigsten Menschen wollen sich mit solchen Fragen beschäftigen, schon gar nicht, wenn sie (noch) gesund, nicht gebrechlich oder alt sind. Und wie gehen erst Menschen mit geistiger Behinderung mit diesen Fragestellungen um? Gerade wenn sie sich nur schwer oder gar nicht sprachlich äußern können, oder die Vorstellungen von Zukunftsplanung aufgrund des Handicaps gar nicht oder nur bedingt möglich ist. Und doch müssen sich Betreuer, Angehörige und alle an der Versorgung Beteiligten damit auseinandersetzen – spätestens, wenn sich das Sterben ankündigt oder - im Akutfall - ganz schnell Entscheidungen getroffen werden müssen.

Daher hat die Lebenshilfe Bruchsal-Bretten e. V. eine für die Region innovative Kooperation mit dem Palliative Care Team Arista für Landkreis und Stadt Karlsruhe, geschlossen. Damit übernimmt diese Kooperation eine Vorreiterrolle.

Das Palliative Care Team Arista übernimmt als Kooperationspartner für alle Lebenshilfe-Wohnstätten in Bruchsal, Bretten und Graben-Neudorf alle Leistungen zur gesundheitlichen Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase. Konkret beinhalten die Vorsorge-Pläne mindestens zwei Beratungsgespräche vor Ort pro Gesprächsprozess durch einen zertifizierten Gesprächsbegleiter. Eine aussagekräftige Dokumentation zum Bewohnerwillen und den individuellen Wünschen, die Organisation und Teilnahme an Fallbesprechungen, Qualitätszirkeln Informationsgespräch mit dem Hausarzt sind die wichtigen Säulen bei der Vorsorgeplanung. (Stand Foto: vor März 2020)

 

Eine Einführung in die Welt des königlichen Gemüses erhielt eine Gruppe des Lebenshilfe-Wohnheimes in Graben-Neudorf beim Besuch des dortigen Spargelhofs Raupp. Hauswirtschafterin Melanie Vogel, Heilerziehungspflegerin Alena Hosp sowie die Bewohner Werner Mösch und Patrick Rödler wurden von der Familie Raupp herzlich empfangen.
35 kg Spargel wurden an der Spargelschälmaschine von den Bewohnern des Wohnheimes unter Mithilfe von Heidi Raupp und ihrer Enkelin Luisa Reiser geschält und in Holzkisten verpackt. Mit dem Spargelanbau sei man schon in der 4. Generation und die 5. komme bereits nach, erzählte Heidi Raupp.

Während des Schälens wurden die Besucher zudem mit interessanten Details über die Asparagus-Pflanz und deren Anbau informiert. Der Vertrieb des gesunden Gemüses findet dann im Graben-Neudorfer Hofladen Kammerer statt, mit dem eine Kooperation besteht. Der Spargelhof sieht sich als letzte Bastion wider den modernen Spargelanbau und verzichtet somit auf den Anbau unter Folie. Die Freude war groß, als am Ende die 35 kg Spargel als Spende in Empfang genommen werden konnten. Das Lebenshilfe-Küchenteam im Graben-Neudorfer Wohnheim wird für die Bewohner nun mehrere leckere Speisen aus dem weißen Gold zaubern. Die Bewohner bedankten sich ganz herzlich bei Familie Raupp für die großzügige Spende und die sehr interessanten Eindrücke auf dem Spargelhof.

Die Lebenshilfe Bruchsal-Bretten e. V. startete Anfang April eine Nähaktion von Mehrweg-Mund-Nasen-Masken. Hierzu wurde in unterschiedlichen Medien aufgerufen und  kostenfrei Vliesmaterialzuschnitte und Gummibänder mit einer Nähanleitung freiwillige externe Unterstützer zur Verfügung gestellt.

Diese Aktion war ein durchschlagender Erfolg! Insgesamt 20.000 Masken fanden den Rücklauf in unsere Einrichtung und konnten anderen sozialen Einrichtungen, wie z. B. regionalen Krankenhäusern und verschiedenen Behindertenwerkstätten, unentgeltlich zur Verfügung gestellt werden.

Wir möchten uns ganz herzlich bei allen Personen bedanken, die uns mit großem Engagement unterstützt haben.

Unser Dank geht an:

Elisabeth Rieger aus Bruchsal, Silvia Michel und Familie aus Weingarten, Renate Veith mit Unterstützung des TV  Obergrombach, Monika Specht aus Kraichtal, Ana Gomes aus Bruchsal, Monika Kraus aus St. Leon-Roth, Herta und Hans Pahl, als auch Jeanette Kessler von Meeting Durlach, Bärbel Weiler aus Karlsruhe, Silvia Zimmermann aus Kraichtal, Kerstin Benz aus Bruchsal, Carmen Buß aus Dielheim, Anja Bettina Zurmühl aus Mühlhausen, Petra Baumgärtner aus Karlsdorf-Neuthard, Martina Hrnecek aus Bruchsal, Monika Rolli aus Hambrücken, Bärbel Zenz-Roth aus Dettenheim, Nadine Zuber aus Bruchsal, Jutta Bühn aus Kraichtal, Monika Johnke aus Karlsruhe-Durlach, Peter Knobloch aus Karlsruhe, Elke Ramhofer aus Bruchsal, Birgitt Wetterauer aus Reilingen, Ulrike Schmid aus Hambrücken, Christa Roth aus Graben-Neudorf, Monika Olf aus Ubstadt-Weiher, Kerstin aus Dielheim, Anuschka Weil und Sandra Zimmermann aus Dettenheim, Stefanie Laier aus Hambrücken, Jutta Locher aus Ubstadt-Weiher, Magarete Baumgärtner aus Karlsdorf-Neuthard, Elke Frenzel aus Graben-Neudorf, Yvonne Hettfleisch aus Östringen, Nicole Hoch aus Eggenstein-Leopoldshafen, Christel Lafferton aus Dettenheim, Rosemarie Peregovits aus Rheinstetten, Tabea Riecker aus Eppingen-Elsenz, Thassila Riesterer aus Hambrücken, Arthiha Sivakumaran aus Kraichtal, Christa Tauscher aus Ubstadt-Weiher, Jolanta Crone aus Bruchsal, Theresia Bandel aus Hambrücken, Tina Bina aus Flehingen, Daniela Frank aus Bretten, Susanne Harms aus Eppingen-Richen, Linda Heiß aus Stuttgart, Nina Kliegel aus Odenheim, Gertrud Lang aus Gondelsheim, Jutta Locher aus Ubstadt-Weiher und Irmtraud Ceh aus Bruchsal.

Darüber hinaus gilt unser Dank all jenen Personen, die uns ebenfalls durch ihre Näharbeit unterstützt haben und nicht namentlich genannt werden möchten.

 

 

Über einen Spendenscheck in Höhe von 250 Euro kann sich die Lebenshilfe Bruchsal-Bretten e. V. freuen. Manfred Bohn, Vorsitzender des VdK Sozialverband Neuthard, und Renate Schweigert, Frauenbeauftragte des VdK, überbrachten den Scheck dem Lebenshilfe-Hauptgeschäftsführer Markus Liebendörfer, der sich herzlich bedankte. Aufgrund der stets gut frequentierten, jährlichen  Veranstaltungen und Aktivitäten des VdK, aus denen Spenden der Mitglieder, der ortsansässigen Banken und Firmen hervorgehen, ist der VdK in der Lage, jährlich einen finanziellen Betrag an verschiedene soziale Einrichtung zu spenden. Die Spende an die Lebenshilfe wird  für einen Barfußpfad im Garten des Bruchsaler Wohnpflegeheims eingesetzt.

Der Sozialverband Neuthard hat derzeit 350 Mitglieder, die er in sozialen Fragen und Anliegen berät und begleitet. Ferner führt der Verband mehrmals im Jahr unterschiedlichste, gesellige Veranstaltungen für seine Mitglieder durch, die sehr gut angenommen werden. Zum Beispiel der Flohmarktstand beim Neutharder Dorffest, ein Sommer-Grillfest, ein Frühjahres- und ein Herbstausflug und eine Weihnachtsfeier.

Anlässlich des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen, am 5. Mai, hat unser Firmenpartner, Florian Pfeifer von Café del Rey, einen Spendenaufruf für die Lebenshilfe Bruchsal-Bretten gestartet. Ganz herzlichen Dank hierfür!


Die Aktion läuft noch bis So, 10. Mai. Der Spendenbetrag wird für die Anschaffung von lebensrettenden Defibrillatoren in unseren Außenwohngruppen eingesetzt.
Wer mitmachen möchte schaut einfach hier rein:

https://youtu.be/cFcJaMEZPpo

Vielen Dank schon jetzt an alle, die sich an der Aktion beteiligen!

Der genaue Termin über eine stufenweisen Öffnung unserer Werkstätten wird in der kommenden Woche mitgeteilt. Eine Öffnung am 04.05.2020 kann noch nicht erfolgen, da das gesetzlich geforderte Schutzkonzept derzeit intensiv vorbereitet und geprüft werden muss.

Quelle: Bruchsaler Rundschau, 28.04.2020, Nr. 98, S. 13

Still ist es auf dem Gelände der Lebenshilfe im Bruchsaler Fuchsloch geworden. Wo vor wenigen Wochen noch rege Geschäftigkeit herrschte, große LKWs Waren anlieferten und abholten, Mitarbeitende mit und ohne Beeinträchtigungen zusammenstanden und sich unterhielten, ist jetzt kaum noch jemand unterwegs.
Seit dem 19. März gilt die sogenannte „Betriebsruhe“. Das heißt, dass alle sechs Betriebsstätten an den Standorten Bruchsal, Bretten und Graben-Neudorf sowie die dazugehörigen Förder- und Betreuungsgruppen (FUB) geschlossen sind. Auch die 5 Lebenshilfe-Wohnheime sind für Besucher nicht zugänglich.

Wie geht man mit dieser Situation um?

„Alle Mitarbeiter mit Handicap arbeiten nicht mehr. Das Personal, wie Gruppenleiter, Produktionshelfer oder Ehrenamtliche, hält die Produktion in Form einer Notmannschaft aufrecht“, berichtet Norbert Sebold, Technischer Leiter. „Vereinzelt haben unsere Firmenkunden Kurzarbeit angemeldet und vergeben keine Aufträge mehr. Mehrheitlich läuft die Produktion noch, teils mit Reduzierungen, aber auch mit Erhöhungen, insbesondere in der Medizinbranche, wie das Nähen der Masken in den Textilabteilungen in Bruchsal und Graben-Neudorf. Alle Masken, die wir selbst nicht benötigen, geben wir an die Regionale Kliniken Holding RKH GmbH unentgeltlich weiter“, berichtet Norbert Sebold.
Inzwischen unterstützen zudem rund 60 Personen von zu Hause aus die Maskenproduktion. Auch gebe es inzwischen 3 Personen die von extern in den Textil-Abteilungen an den Nähmaschinen zuarbeiten. „Die ,Grenzen‘ zwischen den Bereichen Betriebsstätten, Wohnen, und FUB existieren praktisch nicht mehr: Jeder hilft jedem“, zeigt sich Sebold erfreut.
Erste Priorität habe jedoch die Aufrechterhaltung einer Tagesstruktur für Menschen mit Behinderungen, die im Wohnheimen leben, betont Sebold. (Zwei Drittel der Mitarbeiter mit Beeinträchtigungen werden derzeit von ihren Eltern oder Angehörigen zuhause betreut.) Hierfür ist auch Personal aus den Betriebsstätten für die Betreuung an den einzelnen Standorten in Bretten, Bruchsal und Graben-Neudorf eingesetzt worden. In dieser Tagesbetreuung, die in den Räumlichkeiten der FUB, der Betriebsstätten oder der Seniorenbetreuung der Wohnheime stattfindet, wird nun zusammen gebastelt, gesungen, gekocht oder gemalt. Auch Freizeitaktivitäten, wie kleine Spaziergänge auf dem Lebenshilfe-Gelände (wenn groß genug), oder gemeinsames Kaffee-Trinken im Garten der FUB, sind möglich. Um eine Durchmischung der Gruppen während der Tagesbetreuung zu verhindern, wurden die Zusammensetzungen, so wie sie auch in den Wohnheimen bestehen, beibehalten.

Der Kontakt zu den Angehörigen ist wichtig

Im Bereich des stationären Wohnens brachte die veränderte Situation mit sich, dass zum Beispiel in den beiden Wohnheimen in Bruchsal nun auch Nachtwachen, die zuvor von dem Personal des benachbarten Wohnpflegeheims mitbettreut wurden, für jedes der beiden Wohnheime eingesetzt werden. Dies verhindert ein Austausch zwischen den 3 Häusern. Hierfür konnten ehemalige Lebenshilfe-Mitarbeiter akquiriert werden, worüber sich Dominik Pfeiffer, ehemaliger Wohnheimleiter und eigentlich Leiter der Unterstützen Kommunikation, besonders freute. Pfeiffer arbeitet derzeit auch wieder in seiner vorherigen Funktion.
Für Rita Bender, Leiterin des Wohnpflegeheims ist die derzeitige Lage eine „Herausforderung, da mehr Personal benötigt werde“. Sie ist sehr dankbar dafür, dass sich Mitarbeiter freiwillig gemeldet haben, um zu pflegen und in der Tagesbetreuung mitzuarbeiten. Auch sieht sie sich gut von der Geschäftsleitung und von Hanne Schmich, der Leiterin der FUB, unterstützt und sie stehe im regen Austausch mit den einzelnen Bereichen. Auch in den Wohnheimleiter-Versammlungen sei der Zusammenhalt sehr gut, betont Rita Bender. Überdies erhalte sie so manche Unterstützung von außerhalb: So habe sich eine Angehörige bei ihr gemeldet, die Mundschutz für die Mitarbeiter und Bewohner näht. „Das war toll“, freut sich Rita Bender. „Der Kontakt zu den Angehörigen ist gerade in der jetzigen Situation sehr wichtig. Um ihn aufrecht zu erhalten, können die Bewohner mit ihren Familien telefonieren oder wir machen Fotos und schicken sie den Angehörigen zu“, erzählt sie.

Beratung und Krisenintervention - auch vor Ort

Auch im Bereich des Sozialdienstes hat sich der Tagesablauf stark geändert: Da, wo vorher Gruppen-Meetings und Einzelgespräche an der Tagesordnung waren, werden nun, da die Mitarbeiter mit Beeinträchtigungen zuhause sind, telefonisch beraten. Oder die Mitarbeiter des Sozialdienstes kommen bei Bedarf auch mal vor Ort und führen ein (Krisen-) Gespräch bei einem Spaziergang, wenn zuhause die Decke auf den Kopf fällt. Insgesamt sieht auch Volker Klett, Leiter des Sozialdienstes, das Positive der Lage in der spürbaren Solidarität der Mitarbeiter untereinander. Auch würde durch die intensive Zusammenarbeit der einzelnen Bereiche an allen Standorten - wie Betriebsstätten, Wohnstätten, FUB sowie Offenen Hilfen, u. a, - die Einrichtung als solche noch mehr zusammenwachsen.

Bei Rückfragen stehen Ihnen in den Bereichen

Wohnen: Herr Gärtner: 07251-715-211 und
Werkstätten: Herr Klett: Tel 07251-715-117 zur Verfügung.

Weitere wichtige und aktuelle Informationen zum Thema Covid-19 finden Sie unter:
https://www.lebenshilfe.de/informieren/familie/empfehlungen-zu-covid-19-corona-virus/